Das Opfer von Ballettänzerinnen

Wer kennt sie nicht, die zuckersüßen kleinen Mädchen in ihren rosafarbenen Tutus, die noch ganz verspielt vor dem Spielgel herumtänzeln und davon träumen, einmal Ballett-Tänzerin zu werden.

Wenn eine Mutter ihrer kleinen Tochter diesen Traum, den sie vielleicht selber nie leben konnte, erfüllt, ahnt sie wahrscheinlich noch nicht, was ihre Tochter dadurch einmal erwarten wird.

Kennt man von der Bühne oder aus dem Fernsehen doch nur die elegant schwebenden Ballett-Tänzerinnen, die leichtfüßig wie eine Feder über das Parkett gleiten. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt aber, dass von dieser leichten, eleganten Welt in der Realität einer Ballett-Tänzerin nur mehr wenig übrig bleibt. In den Spitzenschuhen verbergen sich meist Schwielen, blutige Füße und kaputte Zehennägel.

Freilich, von außen wirken die kleinen Spitzenschuhe zart und leicht, doch für eine Ballett-Tänzerin fühlen sie sich anders an. Um einen guten Halt zu haben, werden die Schuhe sehr eng geschnürt. Doch noch bevor sie überhaupt angezogen werden können, müssen erst die Füße präpariert werden. Dies geschieht, indem die Zehen mit Pflastern und Schnüren eingeengt und verbunden werden. Dadurch werden sie kompakter und passen in die schmalen Ballettschuhe überhaupt erst einmal hinein.

Diese Vorarbeit kann aber dennoch den enormen Schmerzen in dem vorderen Ende des Schuhs nicht entgegenwirken.

Das alles macht klar, dass Ballett-Tänzerinnen ein großes Opfer bringen müssen. Einerseits sind die Choreographien und Tanzbewegungen alles andere als einfach und erfordern viel hartes Training. Andererseits ist gerade beim Ballett eine besonders hagere Figur das Maß aller Dinge, was für die Tänzerin eine Dauerdiät und viel Verzicht bedeutet. Dem folgen die Dauerschmerzen in den Füßen.

Umso beeindruckender, dass die Ballerinas so leicht über das Parkett schweben, also ob das Ganze nicht mehr als ein Spiel wäre. Der Schmerz wird erst nach dem Auftritt wieder gehört, wo er mit Eis etwas beruhigt wird.

Vielleicht hoffen Sie nun auch für jedes kleine Mädchen im Tutu, dass sie mit diesem Tanz aufhört, wenn für sie auch das Spielerische verloren geht.

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