Der harte Weg, eine Ballerina zu werden

Für eine Ballerina gibt es nichts Schöneres als das Rampenlicht, den Applaus und die Bewunderung. Doch hinter diesem Ruhm versteckt sich viel Schweiß, Schmerz und oft auch Tränen.

Wer eine gute Ballarina werden möchte, muss mit seiner Ausbildung schon früh beginnen, sehr früh. Die meisten Ballettänzerinnen beginnen schon in ihren ersten Lebensjahren mit dem Tanzen. Bereits ab der fünften Klasse werden die Besten an der Staatlichen Ballettschule in Berlin aufgenommen, allerdings nicht ohne zuvor eine harte Selektion zu durchlaufen.

Natürlich wird einerseits darauf geschaut, dass die jungen Mädchen Talent und bereits ein gewisses Können mitbringen. Wie allerdings die Sprecherin der Staatlichen Ballettschule Berlin, Christiane Theobald, zugibt, wird bei den Kindern bereits darauf geachtet, dass sie einen entsprechenden “Ballett-Körper” mitbringen, was bedeutet dass sie schlank und zierlich sein müssen.

Außerdem prüft eine Jury, ob die Bewerber beweglich genug sind, ob sie noch stehen können, wenn die Beine nach außen gedreht sind, und ob die Proportionen zwischen Oberkörper und Beinen stimmen. Erst wenn die Mädchen diese Hürde überstanden haben, erfolgt die eigentliche Aufnahmeprüfung, wo Rhythmusgefühl, Musikalität, Motorik, Koordinationsvermögen und Improvisationstalent überprüft werden.

In der Staatlichen Ballettschule Berlin werden von jährlich rund 500 Bewerbern nur rund 20 bis 30 aufgenommen. Wer es in diesen elitären Kreis geschafft hat, den erwartet eine anschließende Ausbildung in der Dauer von neun Jahren. Die Schüler durchlaufen dabei neben der eigentlichen Tanzausbildung auch unterschiedliche Schulformen, bis sie einen Berufsabschluss, ein Fachabitur oder ein Abitur erworben haben. Auf jeden Fall schließen sie als staatlich geprüfte Bühnentänzer ab.

Schon während der Schulzeit ist die Arbeit mit verschiedenen Choreographen sowie regelmäßige Aufführungen ein fester Bestandteil. Leider geht der harte Kampf auch nach der Ausbildung weiter. Da Deutschland ein beliebtes Ziel für internationale Tänzer ist, kommen auf jede zu besetzende Stelle hunderte Tänzer aus der ganzen Welt. Selbst wenn man es in ein Ensemble geschafft hat, gilt es immer wieder, sich zu beweisen.

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