Mary Wigman – Ausdruckstanz für ein breites Publikum

Ein Verein, der sich um das Vermächtnis der Dresdner Tänzerin Mary Wigman bemüht, plant in diesem Jahr Tanzaufführungen für ein weites Publikum an verschiedenen Stätten rund um Dresden, die mit Wigman in Verbindung gebracht werden.

Mary Wigman (geboren 1886 – verstorben 1975) war eine Pionierin des Ausdruckstanzes, der in Dresden um 1920 entstand und bis 1935 eine Erfolgszeit erlebte. Demnächst wird die Choreographie “Excess und Stille”, mit der die Dresdnerin Nora Otte an das Leben und Werken von Mary Wigman erinnern will, für ein breites Publikum in der Stadt Dresden aufgeführt, denn der “Villa Wigman”-Verein wird im September erstmals einen öffentlichen Wigman-Tag veranstalten.

Tagsüber und abends sind an verschiedenen Stationen, die mit der Tänzerin in Verbindung gebracht werden, Aufführungen geplant, die man mit einem hierfür eigens zur Verfügung gestellten Bus besuchen kann. Gut 100 Künstler nehmen an 11 Verschiedenen Stationen an Kunstveranstaltungen teil. Regelmäßig über den Tag verteilt startet eine Busrundfahrt vor der Villa Wigman. Unter den Haltestellen befinden sich der Marktplatz der Gartenstadt Hellerau, der Platz vor dem Festspielhaus, das Georg-Arnhold-Bad, der Postplatz, wo einst das Palasthotel stand, und der Bahnhof Neustadt. “Excess und Stille” wird am Albertplatz aufgeführt, wo Wigman zu Zeiten oftmals im damals dort stehenden Albert-Theater getanzt hat. Das Atelier und Wohnhaus der Fotokünstlerin Charlotte Rudolph wird ebenfalls angesteuert. Zu ihrer Zeit hat diese in ihren berühmten Fotografien die besonderen ästhetischen Formen im Tanz der Wigman festgehalten.

An den verschiedenen Stätten werden Teilnehmer auf Wigmans künstlerische Motive sowie auf ihre Arbeitsweise und Biografie aufmerksam gemacht. Man wird erfahren, woraus sich ihr Stil entwickelte, welchen Einfluss das Bauhaus hatte und wie das Körperverständnis jener Zeit war.

Ziel der Initiative ist es, die ehemalige Tanzschule der Wigman, die sich in der Bautzner Straße befindet, als Kulturort für den Modernen Tanz hervorzuheben. Das Gebäude ist neben dem Festspielhaus in Hellerau und der noch heute bestehenden Palucca-Schule eines der bedeutendsten kulturhistorischen Tanzstätten in Sachsen.

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