Wie wird man Bühnentänzerin?

Den Beruf der Bühnentänzerin kann man tatsächlich in einer dreijährigen Berufsausbildung erlernen. Man besucht dafür eine Berufsfachschule für Bühnentanz, wie beispielsweise die Akademie für Tanz in Freiburg. An einer derartigen Schule kann man sowohl die Ausbildung zum Tanzpädagogen aber auch zum professionellen Bühnentänzer absolvieren.

Eine Ausbildung zum Bühnentänzer ist in erster Linie eine praxisbezogene Ausbildung, dennoch werden aber auch Fächer wie Anatomie, Tanzgeschichte oder Tanzpädagogik unterrichtet.

Neben dem eigentlichen Tanz lernen die Schüler auch Schauspiel und Gesang. An der Freiburger Akademie für Tanz werden vor allem die Schwerpunkte Klassisches Ballett, Moderner Tanz und Jazztanz unterrichtet. Es handelt sich um eine staatlich anerkannte Ausbildungsstelle, die auch für BaföG berechtigt.

Welche Voraussetzung braucht man für eine Aufnahme?

Bewerber für die Freiburger Akademie müssen eine Aufnahmeprüfung durchlaufen und zumindest einen Realschulabschluss mitbringen. Dabei läuft die Aufnahmeprüfung wie ein typischer Tag an der Akademie ab. Die Bewerber bekommen eine Übungsstunde in drei Tanzstilen und tanzen nach, was von den Trainern vorgezeigt wird. Anhand dieser Trainingsstunden wird entschieden, wer die Aufnahme in die Akademie schafft.

Da das Tanzen körperlich sehr anstrengend ist, wird allerdings auch auf die körperliche Eignung der Anwärter geachtet. Aus diesem Grund müssen diese ein sportorthopädisches und kardiologisches Attest vorlegen.

Welche Berufsperspektiven hat man nach dieser Ausbildung?

Nach Abschluss der Tanzakademie haben die Absolventen vielseitige Möglichkeiten. Ausgebildete Bühnentänzer arbeiten im Fernsehen, in Musicalproduktionen oder im Theater oder aber auch als Choreograph selbst. Einige Absolventen stellen sich aber auch breiter auf, um beispielsweise Sportlehrer zu werden oder ein weiteres Studium zu beginnen.

Obwohl es so viele Möglichkeiten gibt, haben es professionelle Bühnentänzer nicht leicht, irgendwo unterzukommen. Erstmals braucht der Tänzer einen starken Willen und Durchhaltevermögen, denn auf die ausgeschriebenen Stellen gibt es in der Regel sehr viele Bewerber. Wer den Beruf als Tanzpädagogen anstrebt, hat bessere Jobaussichten.

In einem Jahrgang beginnen in der Regel 15 Studenten und nur ein Drittel davon kommt auch zum Abschluss, weil die meisten einfach unterschätzen, wie hart diese Ausbildung ist.